Modellregionen: Fünf Gebiete – fünf Konzepte

Nachdem eine Öffnung der Außengastronomie in Schleswig-Holstein bei einem stabilen Inzidenzwert von unter 100 und der Einhaltung strenger Regeln bereits erlaubt worden war, erfolgte am 19. April der nächste kleine Schritt in Richtung Normalität: Fünf Modellregionen gehen nach und nach mit verschiedenen Öffnungskonzepten in den Bereichen Gastronomie und Tourismus an den Start.

eckernfoerde

Die fünf Modellregionen in Schleswig-Holstein wurden von der Landesregierung aus zwölf Bewerbungen ausgewählt. Sie verfolgen zwar verschiedene Konzepte, doch etwas haben sie alle gemeinsam: Sie werden wissenschaftlich begleitet und bewertet, da beobachtet werden soll, welche Ansätze in der Pandemie am besten funktionieren. Wird drei Tage in Folge ein Inzidenzwert von mehr als 100 erreicht, wird der jeweilige Modellversuch abgebrochen. Andernfalls beträgt der Versuchszeitraum zunächst vier Wochen – mit der Option auf Verlängerung.

 

Eckernförde

Die Regelungen sind auf das Stadtgebiet beschränkt. Öffnen dürfen ab dem 19. April alle Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und -häuser. Auch die Innengastronomie ist erlaubt. Für die Teilnahme an dem Modellprojekt müssen Anbieter sich nicht extra registrieren. Voraussetzung für den Besuch der Innengastronomie und einer touristischen Übernachtung ist allerdings ein höchstens 48 Stunden alter negativer Antigen-Schnelltest bei der Anreise. Urlauber müssen nach zwei Tagen einen neuen Test machen.

Weitere Informationen sind auf der Seite der Eckernförde Touristik & Marketing GmbH zu finden: https://www.ostseebad-eckernfoerde.de/modellprojekt-2021

 

Ostseefjord Schlei

schlei

In dieser Modellregion, die von Schleswig bis Kappeln inklusive der Halbinsel Schwansen reicht, öffnet ab dem 19. April nur das Übernachtungsgewerbe. Die Innengastronomie bleibt geschlossen. In Hotels und Pensionen speisen die Gäste in ihrem Zimmer oder im Außenbereich. In dieser Region haben Ferienwohnungen und -häuser einen Anteil von 80 Prozent an den Gesamtunterkünften.  Mit fester Vorausbuchung sind auch Campingplätze und Sportboothäfen geöffnet. Auch in der Schleiregion wird bei Anreise ein maximal 48 Stunden alter negativer Antigen- oder PCR-Test verlangt. Nach drei Tagen muss ein neuer Test gemacht werden, bei längerer Verweildauer anschließend jeden vierten Tag. Die Vermieter müssen sich diese Testergebnisse vorzeigen lassen und anschließend vier Wochen aufbewahren. Außerdem sind alle Vermieter und Gäste verpflichtet, die Luca-App zur schnellen Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter auf ihren Smartphones zu installieren und zu nutzen. Vermieter, Betreiber von Campingplätzen, Freizeitanbieter und Häfen, die an dem Projekt teilnehmen möchten, können sich eine Verpflichtungserklärung herunterladen.

Die Verpflichtungserklärung sowie aktuelle und ausführliche Informationen zum Modellprojekt stehen auf der Seite der Ostseefjord Schlei GmbH zur Verfügung: https://www.ostseefjordschlei.de/service/modellprojekt

 

Nordfriesland

Nordfriesland

Für die Modellregion Nordfriesland ist der 1. Mai der Starttermin. Noch ist unklar, ob auch Sylt dabei sein wird. Übernachtungsgäste müssen in Nordfriesland einen höchstens 48 Stunden alten negativen Test vorlegen. Alle weiteren 48 Stunden erfolgen neue Testungen. Für die Nutzung der Innen- und Außengastronomie ist sogar ein höchstens 24 Stunden alter negativer Test erforderlich. Sowohl die Betriebe als auch die Gäste müssen die Luca-App nutzen. Anbieter können sich akkreditieren. Für Gruppen von bis zu zehn Personen sind Aktivitäten im Freien wie etwa Wattwanderungen oder Stadtführungen erlaubt. Voraussetzung hierfür ist allerdings ebenfalls ein höchstens 24 Stunden alter negativer Test. Das nordfriesische Modellprojekt sieht außerdem vor, dass der Einzelhandel länger öffnen darf als es die allgemeine Landesverordnung regelt. Voraussetzung hierfür: Die Kunden müssen ein negatives Testergebnis vorzeigen und ihre Kontaktdaten zur Verfügung stellen.

Ausführliche Informationen stehen unter https://www.nordfriesland.de/modellregion bereit.

 

Büsum

Der Start des Modellprojekts in Büsum wurde auf den 10. Mai verschoben. Übernachtungsgäste müssen nicht nur einen höchstens 48 Stunden alten negativen Test aus ihrer Heimat mitbringen, sondern sich bei Ankunft einem Antigen-Eingangstest unterziehen. Zur Nutzung der Innengastronomie und zur Teilnahme an touristischen Outdoor-Aktivitäten ist ein höchstens 24 Stunden alter Test notwendig. Jeder Gast erhält von seinem Vermieter eine Gästekarte, auf der die Ergebnisse der Tests gespeichert werden. Über einen QR-Code können Gäste Plätze in einem Restaurant reservieren.

Weitere Informationen finden sich unter https://www.buesum.de/modellprojekt.html.

 

Lübecker Bucht

timmendorfer

Diese Modellregion umfasst Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Neustadt. Ab dem 26. April dürfen Selbstversorger in Ferienwohnungen und -häusern sowie auf Campingplätzen Urlaub machen. Dann öffnet auch die Innengastronomie. Ab dem 3. Mai dürfen auch Hotels und Pensionen Gäste begrüßen. Das höchstens 48 Stunden alte negative Testergebnis, das bei der Anreise mitgebracht werden muss, muss in Folge alle zwei Tage erneuert werden. Für die Nutzung der Gastronomie ist jeweils ein 24-Stunden-Rhythmus zum Testen erforderlich. Die Luca-App wird empfohlen, alternativ erhält man eine Art Scheckkarte vom Vermieter, auf der personenbezogene Daten gespeichert werden können.

Weitere Informationen stehen unter https://www.luebecker-bucht-ostsee.de/modellregion zur Verfügung.


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