Schleswig erkunden

Klarer Fall: Schleswig hat einige bekannte Sehenswürdigkeiten zu bieten. Und es bleiben unzählige Plätze, die zwar nicht so prominent, aber trotzdem wunderschön sind. Es lohnt sich, die Stadt an der Schlei mit allen Sinnen zu erleben. Ich jedenfalls entdecke immer wieder neue Lieblingsplätze …

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„Schleswig? Nie gehört“, dachte ich, aufgewachsen und damals wohnhaft in Ostwestfalen. Und dann nahm mich mein Freund, gebürtiger Schleswiger, für einen Kurzurlaub mit in seine alte Heimat. Noch bevor wir richtig angekommen sind, machten wir einen kurzen Stop auf dem kleinen Rastplatz an der B 76 nahe des Wikingturms. Mein allererster Blick auf die Schlei. Atemberaubend schön – ein Gänsehautmoment! Übrigens: Dieser Rastplatz ist ein toller Ort, um den Sonnenaufgang zu beobachten und um Fotos zu machen – egal, ob bei Sonne oder Schietwetter.

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Schleswig entdecken

Wenn man aus einer anderen Region kommt, sieht man vieles mit anderen Augen und nimmt Dinge wahr, die für die meisten Einheimischen selbstverständlich sind, Gewohnheit eben: Nicht nur, dass in Schleswig-Holstein die Leute auch abends „Moin“ sagen. Kreischende Möwen, Badestellen mit feinem Sand, malerische Straßen in der Altstadt, der Duft köstlicher Fischgerichte – in Schleswig bietet sich ein Feuerwerk für wirklich alle Sinne. Dörfer in der Region, deren Namen fast alle mit „by“ enden. Unzählige Plätze, die alle ihren eigenen Charme haben. Natürlich hat Schleswig viele Top-Sehenswürdigkeiten zu bieten: die Fischersiedlung Holm, Schloss Gottorf mit Barockgarten und Globushaus, den St. Petri-Dom, das Wikingermuseum Haithabu. Es gibt so vieles, was man sich einfach anschauen muss, wenn man die Schleistadt samt Umgebung erkunden möchte.

Lieblingsplätze in Schleswig

Aber das ist noch längst nicht alles. Inzwischen lebe ich in Schleswig und habe mit der Zeit für mich einige Lieblingsplätze entdeckt – und immer wieder kommen neue hinzu. Auch einige Orte, die vielleicht nicht ganz so bekannt sind. Meine persönlichen Tipps?

Klar, in Schleswig kommt man natürlich am Stadthafen nicht vorbei. Und dann am besten draußen sitzen und etwas Leckeres essen oder trinken – mit Blick auf die vielen Boote und die Schlei. Besser geht’s nicht. Ob nun Burger, Mexikanisch, Fisch oder – mein persönliches Highlight – ein Stück Trümmertorte im Hafencafé. Von dort aus geht’s weiter an der Schlei entlang auf die Königswiesen. Dort lohnt sich ein Zwischenstop auf einem der Holzstege oder Brücken mit einem tollen Rundum-Blick auf den Ostseefjord. Wer in der Schlei schwimmen möchte, kann das zum Beispiel am Rand der Königswiesen vom Luisenbad aus machen: Ein feiner Sandstrand und das Strandbistro (ganz entspannte Atmosphäre!) mit Strandkörben verbreiten Urlaubsfeeling pur.

hafen Strand

 hafencafe

 

Schlei erleben – auf dem Wasser und an Land

Wer es etwas ruhiger mag, sollte einen Abstecher zum St.-Johannis-Kloster hinter dem Holm machen. Auch der kleine, angrenzende Bibelgarten ist sehenswert. Doch was wäre Schleswig ohne die Schlei? Abends am Ufer sitzen und dem Plätschern des Wassers zuhören – für mich unbezahlbar. Meine Empfehlung für diejenigen, die möglichst viel „Schlei erleben“ möchten: eine Schifffahrt – zum Beispiel mit der „Wappen von Schleswig“, die nach Ulnis und Schleimünde (und zurück) fährt. Ganz entspannt kann man die wunderschöne Landschaft an sich vorbeiziehen sehen. Ein tolles Erlebnis – übrigens nicht nur für Touristen.

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Bibelgarten1 Bibelgarten2

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